Stadtteillotse Weimar-West

Wo wohnen schön ist!

Straßburger Platz

Foto: Quartiersmanagement

Foto: Quartiersmanagement

Laut der Bürgerinformation aus dem Herbst 1992 soll der 5. August 1992 als historischer Tag in die Geschichte des Stadtteils eingehen. Dieser Tag war der Startschuss für das Errichten eines Zentrums für Weimar-West, mit der Beräumung des damals genannten Schlammplatzes. 

Die Bürger des Stadtteils sehnen sich nach einem Zentrum mit fehlenden Gemeinschaftseinrichtungen, Handel, Dienstleistungen, geschäftige Passagen, ergänzende Erdbebauungen, Spiel- Sport- und Ruheplätzen.

Zum Wendejahr standen dann zunächst alle Bauarbeiten still, da sich das volkseigene Baukombinat auflöste. Somit blieb das Zentrum von Weimar West zunächst ein architektonisches Loch. Erst 1994 begannen wieder Vermessungsarbeiten für ein Dienstleistungszentrum für Weimar-West.

Im April 1995 begannen schließlich die Bauarbeiten des Straßburger Platzes als Zentrum für Weimar West. Warum dieser Platz den Namen der Stadt Straßburg trägt wurde in der 10.Bürgerinformation genauer erklärt:

  • Foto: C. Bach - alte Kaufhalle
  • Foto: H. Günther - Blick auf alte Kaufhalle
  • Foto: H. Günther - Blick auf Stadtteilpark


Warum "Straßburger Platz"?

"Als im Jahre 1979 die Baustraßen in dem westlichen Neubaugebiet benannt wurden, wählte man osteuropäische Hauptstädte: Budapest für Ungarn, Moskau für Russland, Prag für Tschechien und Warschau für Polen sowie Kaunas als eine bedeutende Stadt in Litauen. Aus der Hanoier für das damalige Nordvietnam wurde 1991 die Soproner, nach der seit 1921 ungarischen Grenzstadt Ödenburg/Sopron, die 1989 die ersten Flüchtlinge aus der DDR aufnahm. PAUL KAISER" (aus der 10 Bürgerinformation/ 1996, Seite 9)

Nachdem mit der "Wende" 1989 ein vereinigtes Deutschland in ein geeinten Europa entstanden war und als endlich der Platz inmitten des Wohngebietes bebaut werden sollte, fragte man: Was nun? PAUL KAISER" (aus der 10 Bürgerinformation/ 1996, Seite 9)

Foto: H. Flemming - Bebauung des Platzes 1995

Professor Dr. Erich Taubert, der sich um die Information über Weltorganisation verdient gemacht hatte, schlug "Platz der Vereinten Nationen" vor. Doch einen so hohen Anspruch, so glaubten wir im Bürgerrat, erfülle das, was im Entstehen war, nicht. So entstand der Vorschlag: Da es im Stadtteil gar nicht genug Straßen, Wege und Plätze für alle west- und nordeuropäischen Hauptstädte gibt, die Stadt, in der Europarat und Europaparlament ihren Sitz haben, gewissermaßen "stellvertretend" auch für die anderen zu wählen. Das wird sicher nicht ausschließen, dass - wenn attraktive Hauptwege geschaffen oder neue Bereiche entstanden sind - es irgendwann auch ein Brüsseler Weg oder eine Sieneser Promenade geben wird. Nach dem Beispiel Fuldaer/ Trierer ließen sich auch Straßen teilen." PAUL KAISER" (aus der 10 Bürgerinformation/ 1996, Seite 9)

Die Fertigstellung des Straßburger Platzes war im September 1995. Am 16. September wurde darauf ein Richtfest veranstaltet.

Der Bürgerrat hat seit Planungsbeginn um ein Brunnen auf dem Platz gekämpft. Dieser wurde allerdings aus Kostengründen von Seiten der Stadt nicht genehmigt. 

Um dennoch dem Platz ein "Wahrzeichen" zu geben entschied man sich einen "Europastein" in die Mitte des Platzes zu setzen. Dieser ist ein Travertinblock aus Ehringsdorf und auf Ihm befinden sich 12 Sterne der Europafahne und das Stadtwappen von Straßburg sowie eine Schrifttafel mit dem Spruch "Vielfalt in Einheit ist Europas Zukunft". Der Europastein wurde im August 1996 schließlich eingeweiht.

  • Foto: Stadtarchiv Weimar - Einweihung des Europasteins
  • Foto: Quartiersmanagement - Blick auf die Neubauten


Quellen: Bürger-Information Weimar-West

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