Stadtteillotse Weimar-West

Wo wohnen schön ist!

Historische Entwicklung

Foto: C. Bach


Der bebaute Stadtteil Weimar-West (früher als "Weimar am Stadion" bezeichnet) ist nun mittlerweile über 40 Jahre alt und hat entsprechend eine Geschichte zu erzählen. Wer  hier damals eine moderne Wohnung im populären Stadtteil erhielt, konnte sein Glück kaum fassen. Jedoch wurde der noch unfertige Stadtteil elf Jahre nach der Grundsteinlegung in die westliche Welt katapultiert und litt lange unter dem typischen Verfall von Plattenbaugebieten der damaligen DDR. Wohnen in der Platte wurde uninteressant. Seit vielen Jahren wird aber aktiv in den Stadtteil investiert und die Bausubstanz Stück für Stück den aktuellen Standards und Wünschen der Bewohner (z. B. Barrierefreiheit) angepasst. Auch im kulturellen und sozialen Bereich wird Vieles angeboten und bereichert das Leben der Bewohner im Stadtteil enorm.

Mit der folgenden Auflistung wird ein Teil der nennenswerten Ereignisse dargestellt:

Für die Angaben wird jedoch keine Gewähr übernommen, da es sich um eine Ansammlung von Informationen aus vielen Quellen handelt und eine genaue historische Prüfung nicht umsetzbar wäre. Falls Sie jedoch gravierende Abweichungen oder Fehler feststellen sollten, dann bitten wir Sie ausführlich darum, uns diese mitzuteilen!

vor 1977: Vor Beginn der Räumungsarbeiten 1977 war das Gelände ursprünglich teilweise ein Sumpfgebiet und wurde später für Gartenanlagen und von den Alliierten nach dem 2. Weltkrieg als Flugplatz genutzt.

1977: Erste Räumungsarbeiten zur Errichtung des neuen Stadtteils Weimar - „Am Stadion“ fanden statt. Mit dem Namen „Am Stadion“ statt Weimar-West wollte man die Assoziation mit Berlin West verhindern. Erst durch den Volksmund hat sich später der Name Weimar West unter anderem durch seine Lage etabliert.

Im selben Jahr wurden bei den Räumungsarbeiten im Bereich des heutigen „Rabenwäldchen“ 2500 Keramikbruchstücke aus dem 9. und 10. Jahrhundert gefunden. Mit dem Fund aus einer ehemaligen slawischen Siedlung zählt dieser mit zu den größten und bedeutendsten in Thüringen (>mehr Infos<).

  • Scan B&uuml;rgerinformation aus Weimar-West - Flurkarte 1937
  • Foto: J. Heimann
  • Foto: J. Heimann


1978: Die Grundsteinlegung für den Stadtteil „Am Stadion“, welcher bis zum Jahr 1983 Platz für circa 10.000 Menschen und 3.660 Wohnungen in der Plattenbauweise bot.

Foto: J. Heimann - Baubeginn 1978


Foto: J. Heimann - Baubeginn 1978

1979: Die ersten Mieter beziehen nach den Bauarbeitern ihre neue Wohnung in der Moskauer Straße.

Am 1. September wurde die PS Karl-Liebknecht Schule als erste Schule des Wohngebietes übergeben. Später erhielt die Grundschule den Namen Albert-Schweitzer. Im Jahr 2019 begannen die Abrissarbeiten und die Albert-Schweitzer Grundschule zog vorher auf das Gelände der Thüringer Gemeinschaftsschule (TGS) - Carl Zeiss. Heute befindet sich ein Ärztehaus an der Stelle des ehemaligen Grundschulgebäudes. Der Eigentümer ist die Weimarer Wohnstätte.

Am 28. November verkehrt zum ersten Mal eine Buslinie zwischen Weimar-West und Goetheplatz.

  • Foto: J. Heimann - 1979 die ersten Wohnblocks entstehen
  • Foto: Stadtarchiv Weimar - 1979 Die ersten Mieter
  • Foto: Stadtarchiv Weimar - 1980 Bau der Br&uuml;cke Schwanseestra&szlig;e
  • Foto: Stadtarchiv Weimar - 1980 Bau der Br&uuml;cke Schwanseestra&szlig;e
  • Foto: Stadtarchiv Weimar - 1980 Bau der Br&uuml;cke Schwanseestra&szlig;e
  • Foto: Stadtarchiv Weimar - 1979 Schule Karl-Liebknecht


1980: Erste Kindertagesstätte "Katja Niederkirchner" wird eröffnet (seit 1991 unter dem Namen "Kinderland").

Eröffnung der POS "Wladimir Iljitsch Lenin", bevor sie 1990 in "Hoffmann von Fallersleben - Schule" umbenannt wurde. Heute trägt sie den Namen "Humboldt-Gymnasium".

Die Brücke zwischen Weimar-West und der Schwanseestraße entsteht.

  • Foto: H. G&uuml;nther - Blick Richtung Kaufhalle
  • Foto: H. G&uuml;nther - Blick Richtung Stadtteilpark
  • Foto: C. Bach - alte Kaufhalle
  • Foto: Stadtarchiv Weimar - 1982 Konsum Er&ouml;ffnung
  • Foto: Archiv Grundschule Schweitzer - Jugendclub


1982: Eröffnung der damals größten Konsum-Kaufhalle Weimars in Weimar-West am heutigen Straßburger Platz.

1983: Eröffnung des "Klubs der Werktätigen"

1985: Der Jugendclub "Am Stadion" wird übergeben. Dieser wird aktuell als Kinder- und Jugendtreff Kramixxo & Waggong bezeichnet.

Die Brunnenstube im Rabenwäldchen wird ausgebaut (>mehr Infos<).

Übergabe der Schule „Polytechnische Oberschule Erhard König“.

1986: Das Ambulatorium und Ärztehaus in der Prager Straße 5 (Heute Bürgerzentrum) wird eingeweiht.

Die Grundsteinlegung für das Gemeindezentrum Paul-Schneider fand satt.

1988: Eröffnung des evangelischen Gemeinde-zentrums Paul Schneider im Osten Weimar Wests. Dieses Gebäude wurden mit Mehrzweckräumen für eine Vielzahl an Veranstaltungen der Kirche und Gemeinde konzipiert.

1989: Die Mauer fällt und die Bewohner müssen sich mit einer neuen Gesellschaftsform auseinander setzten und werden in die BRD eingegliedert. 

1990: Die Menschen wollen ihre Ost-Mark in D-Mark umtauschen, weshalb es an der Sparkasse zur Schlangenbildung kommt.

  • Foto: Stadtarchiv Weimar - Bau Poliklinik Stadtarchiv
  • Foto: H. G&uuml;nther
  • Foto: Stadtarchiv Weimar - 1986 Grundsteinlegung Gemeindezentrum


Eine Bürgerversammlung im Fallerslebengymnasium bestätigt den von Paul Kaiser gegründeten "Bürgerrat" als Interessenvertreter der mehr als 8000 Bürgerinnen und Bürger im Wohngebiet. 

Das Biotop Paradies und das Rabenwäldchen werden vom Magistrat der Stadt zum Schutzstatus eines Naturdenkmals ausgewiesen.

Foto: Stadtarchiv Weimar

 

1991: Das Feierabend- und Pflegeheim übernimmt die Arbeiterwohlfahrt mit allen Mitarbeitern. 

Die erste Bürgerinformation wurde vom Bürgerbeirat herausgegeben

1994-1995: Am ehemaligen Schlammloch im Zentrum wird ein neues Stadtteilzentrums mit dem Straßburger Platz, sowie ein neues Einkaufszentrum im Süden von Weimar-West mit einem Okay-Markt errichtet.

Nach nur zweimonatiger Bauzeit wird der Haltepunkt Weimar-West der Ilmtalbahn eingeweiht.

1996: Das DRK-Gesundheitszentrum am Straßburger Platz wird eröffnet.

1998: Errichtung eines Glockenturms vor dem Gemeindezentrum „Paul Schneider".

1999: Es haben die Vorarbeiten zur Neugestaltung der Fußgängerachse Nord-Süd begonnen.

2000: Weimar-West wurde in das Programm „Stadtteil mit besonderem Entwicklungsbedarf – soziale Stadt“ aufgenommen. Durch dieses Förderprogramm sollen unter anderem besser Wohnverhältnisse, Wohnumfeld und soziale Infrastruktur geschaffen werden.

Die neue Eiserne Brücke wird eingeweiht.

2001: In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Bürgerrates Weimar-West wird dessen Auflösung beschlossen. Erstmals wird ein Ortsteilbürgermeister und -rat gewählt.

In der Weststadt soll, unter dem Dach eines freien Trägers, der Jugendclub „Kramixxo & Waggong“ fortbestehen.

Das Biotop Paradies wird zum geschützten Landschaftsbestandteil ausgewiesen.

2002: Es gab eine Wiedereröffnung der Stadtteilbibliothek im Bürgerzentrum.

Beginn der Arbeiten des ersten Bauabschnittes zur Neugestaltung der Fußgängerachse Warschauer Straße.

Die Übergabe des neu gestalteten Bolzplatzes am „Waggong“ erfolgt.

Die Übergabe des ersten Bauabschnittes des neu gestalteten Spielplatzes am tegut-Markt erfolgt.

2003: Die Einweihung des Paradiesplatzes mit kleiner Feier fand statt.

Ein Neubau der Fußgängerachse Zwischen Stadtteilpark und Gemeindezentrum Paul Schneider wird umgesetzt.

2004: Die Warschauer Straße 30 mit 256 Einraum-Wohnungen und gut 7000 qm Wohnraumfläche wird vom Dach her abgetragen und soll einer Stellplatzanlage und Kleinkinderspielplatz weichen.

Die Weimarer Wohnstätte erwirbt die alte Poliklinik und schafft die Voraussetzungen für ein Bürgerzentrum. 

Das Quartiersmanagement wird über das Förderprogramm "Soziale Stadt" etabliert. Zu Beginn hat es die Aufgabe, das Bürgerzentrum mit Leben zu füllen und es bezieht ein Büro in dessen Räumlichkeiten.

Eine Zusammenlegung der Käthe-Kollwitz-Schule mit der Musäusschule (ca. 460 Schüler) erfolgt.

21 Mitglieder gründeten den Verein „Bürgerparadies" in der sozialen Stadt“ mit dem Ziel, das soziale und kulturelle Leben im Quartier Weimar-West zu organisieren.

  • Foto: S. Dietrich - 2004 Abrissarbeiten
  • Foto: S. Dietrich - 2004 Abrissarbeiten
  • Foto: S. Dietrich - 2004 Abrissarbeiten
  • Foto: S. Dietrich - 2004 Abrissarbeiten
  • Foto: S. Dietrich - 2004 Abrissarbeiten


2005: Bekanntgabe des Zusammenschlusses von Fallersleben- und Sophiengymnasium in Weimar-West.

Die offizielle Einweihung der Boxhalle des Weimarer Boxvereins in der Moskauer Straße hat stattgefunden.

Das Fußgängerwegenetz in und um Paradies wird eingeweiht und der umgangssprachlich genannte Raketenspielplatz beim Jugendclub Kramixxo & Waggong wird freigegeben.

Der Aufgang zur Eisernen Brücke wird neu gebaut.

  • Foto: Archiv Quartiersmaneagement - B&uuml;rgerzentrum unsaniert
  • Foto: Archiv Quartiersmanagement - B&uuml;rgerzentrum bei der Sanierung
  • Foto: Archiv Quartiersmanagement - B&uuml;rgerzentrum saniert von oben
  • Foto: Archiv Quartiersmanagement - B&uuml;rgerzentrum saniert


2006: Das sanierte Bürgerzentrum in der Prager Straße 5 wird eröffnet.

2007: Das Projekt Mehrgenerationenhaus startet im Bürgerzentrum mit einer Vielzahl an kulturellen und sozialen Angeboten.

2008: Eine Freiflächengestaltung am Humboldt-gymnasium wird vorgenommen.

Der Spielplatz und der Wendehammer bei der Kita Sonnenschein wird modernisiert.

Die Busendhaltestelle in der Moskauerstraße wird neu gestaltet.

2012: Die Boxhalle wird erweitert und saniert.

2013: Umbauarbeiten am Blockheizkraftwerk Weimar Weststadt wurden durchgeführt.

Die Neueröffnung des REWE-Marktes nach einer Umbauphase.

2015: TAG Wohnen & Service GmbH übernimmt die Flurstücke der Firma Baucontrol und die Schlüter Unternehmergruppe erwirbt den Straßburger Platz 2-6.

Es wird die offizielle Eröffnung des neuen Schulcampus „ Am Paradies“ gefeiert.

Die Umgestaltung des Bahnüberganges zur Röhrstraße und Übergabe an den Fußgängerverkehr fand statt.

2016: Schlüsselübergabe der neuen Dreifelderhalle am Schulcampus in der Moskauer Straße.

2017: Bisherige Regelschule „Carl-August Musäus“ wird staatliche Gemeinschaftsschule „Carl Zeiss“ am Schulcampus.

Es gab eine Einweihung der neuen Dreifelderhalle an der Budapester Straße.

2018: Weimar West feiert seinen 40. Geburtstag mit einer Vielzahl an Veranstaltungen und Aktionen im gesamten Stadtteilgebiet.

2020: Eröffnung des neuen medizinischen Versorgungszentrums auf dem Gelände des ehemaligen Standortes der Grundschule Albert Schweitzer. Das Gesundheitszentrum vom Straßburger Platz zieht dort ein.

Ein neuer Bolzplatz soll in der Nähe des Boxvereins an der Moskauer Straße entstehen.

  • Foto: Quartiersmanagement - 2019 Schulcampus
  • Foto: Quartiersmanagement - 2019 Dreifelderhalle Budapester Stra&szlig;e
  • Foto: Quartiersmanagement - 2019 med. Versorgungszentrum



Quellen:

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