Stadtteillotse Weimar-West

Wo wohnen schön ist!

Historische Entwicklung bis 1989 [Hier ab 1990]

Foto: C. Bach

Der bebaute Stadtteil Weimar-West (früher als "Weimar am Stadion" bezeichnet) ist nun mittlerweile über 40 Jahre alt und hat entsprechend eine Geschichte zu erzählen. Wer  hier damals eine moderne Wohnung im populären Stadtteil erhielt, konnte sein Glück kaum fassen. Jedoch wurde der noch unfertige Stadtteil elf Jahre nach der Grundsteinlegung in die westliche Welt katapultiert und litt lange unter dem typischen Verfall von Plattenbaugebieten der damaligen DDR. Wohnen in der Platte wurde uninteressant. Seit vielen Jahren wird aber aktiv in den Stadtteil investiert und die Bausubstanz Stück für Stück den aktuellen Standards und Wünschen der Bewohner (z. B. Barrierefreiheit) angepasst. Auch im kulturellen und sozialen Bereich wird Vieles angeboten und bereichert das Leben der Bewohner im Stadtteil enorm.

Mit der folgenden Auflistung wird ein Teil der nennenswerten Ereignisse dargestellt:

Für die Angaben wird jedoch keine Gewähr übernommen, da es sich um eine Ansammlung von Informationen aus vielen Quellen handelt und eine genaue historische Prüfung nicht umsetzbar wäre. Falls Sie jedoch gravierende Abweichungen oder Fehler feststellen sollten, dann bitten wir Sie ausführlich darum, uns diese mitzuteilen!

vor 1977: Vor Beginn der Räumungsarbeiten 1977 war das Gelände ursprünglich teilweise ein Sumpfgebiet und wurde später für Gartenanlagen und von den Alliierten nach dem 2. Weltkrieg als Flugplatz genutzt.

1977: Erste Räumungsarbeiten zur Errichtung des neuen Stadtteils Weimar - „Am Stadion“ fanden statt. Mit dem Namen „Am Stadion“ statt Weimar-West wollte man die Assoziation mit Berlin West verhindern. Erst durch den Volksmund hat sich später der Name Weimar West unter anderem durch seine Lage etabliert.

Im selben Jahr wurden bei den Räumungsarbeiten im Bereich des heutigen „Rabenwäldchen“ 2500 Keramikbruchstücke aus dem 9. und 10. Jahrhundert gefunden. Mit dem Fund aus einer ehemaligen slawischen Siedlung zählt dieser mit zu den größten und bedeutendsten in Thüringen (>mehr Infos<).

  • Scan B&uuml;rgerinformation aus Weimar-West - Flurkarte 1937
  • Foto: J. Heimann
  • Foto: J. Heimann


1978: Die Grundsteinlegung für den Stadtteil „Am Stadion“, welcher bis zum Jahr 1983 Platz für circa 10.000 Menschen und 3.660 Wohnungen in der Plattenbauweise bot.

Foto: J. Heimann - Baubeginn 1978

Foto: J. Heimann - Baubeginn 1978

1979: Die ersten Mieter beziehen nach den Bauarbeitern ihre neue Wohnung in der Moskauer Straße.

Am 1. September wurde die PS Karl-Liebknecht Schule als erste Schule des Wohngebietes übergeben. Später erhielt die Grundschule den Namen Albert-Schweitzer. Im Jahr 2019 begannen die Abrissarbeiten und die Albert-Schweitzer Grundschule zog vorher auf das Gelände der Thüringer Gemeinschaftsschule (TGS) - Carl Zeiss. Heute befindet sich ein Ärztehaus an der Stelle des ehemaligen Grundschulgebäudes. Der Eigentümer ist die Weimarer Wohnstätte.

Am 28. November verkehrt zum ersten Mal eine Buslinie zwischen Weimar-West und Goetheplatz.

  • Foto: J. Heimann - 1979 die ersten Wohnblocks entstehen
  • Foto: Stadtarchiv Weimar - 1979 Die ersten Mieter
  • Foto: Stadtarchiv Weimar - 1980 Bau der Br&uuml;cke Schwanseestra&szlig;e
  • Foto: Stadtarchiv Weimar - 1980 Bau der Br&uuml;cke Schwanseestra&szlig;e
  • Foto: Stadtarchiv Weimar - 1980 Bau der Br&uuml;cke Schwanseestra&szlig;e
  • Foto: Stadtarchiv Weimar - 1979 Schule Karl-Liebknecht
1980: Erste Kindertagesstätte "Katja Niederkirchner" wird eröffnet (seit 1991 unter dem Namen "Kinderland").

Eröffnung der POS "Wladimir Iljitsch Lenin", bevor sie 1990 in "Hoffmann von Fallersleben - Schule" umbenannt wurde. Heute trägt sie den Namen "Humboldt-Gymnasium".

Die Brücke zwischen Weimar-West und der Schwanseestraße entsteht.

  • Foto: H. G&uuml;nther - Blick Richtung Kaufhalle
  • Foto: H. G&uuml;nther - Blick Richtung Stadtteilpark
  • Foto: C. Bach - alte Kaufhalle
  • Foto: Stadtarchiv Weimar - 1982 Konsum Er&ouml;ffnung
  • Foto: Archiv Grundschule Schweitzer - Jugendclub

1982: Eröffnung der damals größten Konsum-Kaufhalle Weimars in Weimar-West am heutigen Straßburger Platz.

1983: Eröffnung des "Klubs der Werktätigen"

1985: Der Jugendclub "Am Stadion" wird übergeben. Dieser wird aktuell als Kinder- und Jugendtreff Kramixxo & Waggong bezeichnet.

Die Brunnenstube im Rabenwäldchen wird ausgebaut (>mehr Infos<).

Übergabe der Schule „Polytechnische Oberschule Erhard König“.

1986: Das Ambulatorium und Ärztehaus in der Prager Straße 5 (Heute Bürgerzentrum) wird eingeweiht.

Die Grundsteinlegung für das Gemeindezentrum Paul-Schneider fand satt.

1988: Eröffnung des evangelischen Gemeinde-zentrums Paul Schneider im Osten Weimar-Wests. Dieses Gebäude wurden mit Mehrzweckräumen für eine Vielzahl an Veranstaltungen der Kirche und Gemeinde konzipiert.

1989: Die Mauer fällt und die Bewohner müssen sich mit einer neuen Gesellschaftsform auseinander setzen und werden in die BRD eingegliedert.

  • Foto: Stadtarchiv Weimar - Bau Poliklinik Stadtarchiv
  • Foto: H. G&uuml;nther
  • Foto: Stadtarchiv Weimar - 1986 Grundsteinlegung Gemeindezentrum

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Quellen:

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