Weimar-West ist ein grüner und infrastrukturell gut ausgebauter Ortsteil, mit einer Grundschule, einer Regelschule, einem Gymnasium, zwei Kindertagesstätten, einem Seniorenheim, Pflegeheim, einem Kinder- und Jugendklub, vielen Sportstätten, einem eigenen Zentrum mit Ansiedlung vieler Gewerbetreibender, Ärzte, einem Einkaufsmarkt etc. und einem Bürgerzentrum.
Auch im sozialen Bereich hat sich in Weimar-West in den letzten Jahren viel bewegt. Der Ortsteil kann mit einer breiten Palette an sozialen und kulturellen Angeboten aufwarten. Aber sehen Sie selbst und entdecken Sie unsere Angebote! Alle Angebote, sowie Adressen und Ansprechpartner finden Sie unter den Menüpunkten Erwachsene & Senioren oder Kinder & Jugendliche.
Weimar-West wurde von 1978 bis 1987 für ca. 10.000 Einwohner erbaut. Mittlerweile (Stand 2007) sind es 5.700 Bewohner.
Erste Sanierungsmaßnahmen setzten Ende der 1990er Jahre ein und 2000 ist Weimar-West in das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ (www.sozialestadt.de) aufgenommen worden.
Über die „Soziale Stadt“ stehen dem Ortsteil Fördermittel für bauliche Maßnahmen zur Verfügung, unter anderem für die Erneuerung der Infrastruktur und Wohnumfeldgestaltung.
Die Bürgerinnen und Bürger haben den bisherigen Ortsteilbürgermeister Frank Ziegler bei der Kommunalwahl am 07. Juni 2009 in seinem Amt bestätigt.
Am selben Tag wurde auch der neue Ortsteilrat gewählt. Die Mitglieder sind: Diethard Bauer, Monika Fuchs, Ralf Markert, Horst Pfützenreuter, Ralf Pohle, Frank Roth, Albrecht Schäfer, Katja Seiler, Frank Siegert und Siegbert Weh.
Planungsprojekt: „Weimar- West- Ein Soziale Stadt Gebiet“
Seit Oktober 2009 beschäftigt sich eine Gruppe von 16 motivierten Studenten des ersten SemestersUrbanistik der Bauhaus-Universität mit dem in der Öffentlichkeit oft falsch beurteilten Stadtteil Weimar-West, welcher 1999 in das Bund-Länder-Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Soziale Stadt“ aufgenommen wurde.
Um einen Eindruck über die Dimension des Programmes zu erlangen, wurden innerhalb des Planungsprojektes, das von der Professur Raumplanung und Raumforschung betreut wird,zunächst zahlreiche Soziale-Stadt-Gebiete untersucht und vorgestellt sowie eine Exkursion nach Halle-Neustadt, ebenfalls ein Soziale-Stadt-Gebiet, durchgeführt.
Im Anschluss wurde die bisherige Entwicklung des Quartiers durch verschiedene Maßnahmen und Projekte reflektiert sowie eine intensive Bestandsanalyse zu Themen wie Baugeschichte, -struktur und zustand, Wohnen, Bevölkerung, Nutzung der Gebäude, Freiflächen, Verkehr und Erschließung sowieInnen –und Außenimage von den Studenten durchgeführt.
Mit Hilfe des Quartiermanagers Stefan Andres sowie des freiberufliche Stadtplaners und Autors des städtebaulichen Leitbildes Ingo Quaas, Carola Heide vom Stadtentwicklungsamt der Stadtverwaltung Weimar und Frau Rock, Lehrerin des Humboldt-Gymnasiums, konnten die Studierenden ihre Recherchen im Rahmen eines Expertentages am Institut für Europäische Urbanistik vertiefen und hilfreiche Antworten auf offene Fragen erhalten.
Dadurch konnten Erkenntnisse über Probleme und Schwächen, aber vor allem über Stärken und Potentiale von Weimar -West gewonnen werden.
Weimar -West hat nach Meinung der Studenten viel zu bieten und sein Potential soll ausgeschöpft werden! Deshalb widmeten sich die Studierenden zu Beginn dieses Jahres der Konzeption eigener Ideen, die zur Weiterentwicklung des Quartiers beitragen sollen.Zu den Zielen ihrer Konzepte gehören die Integration von Mitbürgern, die Förderung von Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten, die Image-Verbesserung des Stadtviertels sowie eine höhere Beteiligung der Bürger bei der Mit- und Umgestaltung ihres Stadtteils.
In Form von vier unterschiedlichen Projekten, die Maßnahmen wie beispielsweise die Freiraumgestaltung und das Schaffen kultureller Angebote beinhalten, suchen die Studenten nach Möglichkeiten der Umsetzung ihrer Ziele und der damit verbundenen Verbesserung des Wohnumfeldes der Bürger von Weimar- West.
Projekmesse „STÄRKEN vor Ort” und ein buntes Fest im Bürgerzentrum für Jung und Alt.
Am Freitag, den 30.10.2009 fand im Bürgerzentrum Weimar-West ab 11.00 Uhr die Projektmesse „STÄRKEN vor Ort“ in Weimar statt. Bei dieser Messe stellten sich die Projekte vor, die im Rahmen der ESF Förderung und der Förderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Stadt Weimar gefördert werden.
Hierbei galt es einen Eindruck zu vermitteln, welche niedrigschwelligen Angebote für Jugendliche und Frauen im Rahmen dieses Projektes angeboten werden. Der Besucher konnte hier in Angebote „reinschnuppern“: Fragen stellen rund um PC und Internet im Internettreff „online“, sich darüber informieren wie ein handwerkliches Projekt läuft - Besuch in der Nachbarschaftswerkstatt der FAA Bildungsgesellschaft, oder sich z.B. beraten lassen bei einem Brunch – im Müttercafé zur Fachberatung durch den Arbeitslosenverband speziell für Wiedereinsteigerinnnen in das Berufsleben, sowie Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Desweiteren stellten sich folgende Projekte vor: „pimp your brain“ von Sandra Schneider, Medienwerkstatt der BS.Buisness.Ltd, „sICHer“ von Heidi Hildebrand, Berufsvorbereitende Fachsprache Deutsch für Frauen und Jugendliche des IZBK, „Lebenslanges Lernen“ des AWO KV Weimar – Jena MBE - und 2 Projekte des Boxverein Weimar.
Die Messe mündete am Nachmittag in das Herbstfest. Der Andrang macht klar, dass neben dem Frühlings- und Sommerfest sehr wohl auch ein Herbstfest als Tradition eingeführt werden sollte.
Es wurde vieles geboten. Geschichten vom Rubebötz im Büchercafé, Kinderschminken im Müttercafé, Trampolin springen vom Jugendclub Waggong und der Kindervereingung Kramixxo, Bauchtanz der VHS Weimar, romatischer Hip Hop von Jugendlichen aus Weimar-West - den Fresh Diamond Brothers, Kaffee, Kuchen und Soljanka durch den Bürgerparadies e.V. und vieles, vieles mehr.
Durch das Programm führte Kay Becker, besser bekannt als Clown Bobo vom Team-Clown-Kalle-Weimar.
Seit dem 1. März 2009 hat Weimar-West einen neuen Quartiersmanager. Nach dem Andreas Mehlich nach Jena-Winzerla wechselte, hat nun Stefan Peter Andres die Aufgabe übernommen und wird für die Bewohner des Stadtteils stets ein offenes Ohr haben und die durch Herrn Mehlich begonnenen und betreuten Projekte weiterführen.
Andres war zuvor in Dortmund und Bad Wildungen als Quartiersmanager tätig. Hier stand, wie auch in Weimar-West, die Arbeit gemeinsam mit den Bewohnern im Mittelpunkt.
Und Weimar-West ist für Stefan Andres kein unbekanntes Terrain. Bevor er nach Dortmund ging, arbeitete Andres im Stadtentwicklungsamt der Stadtverwaltung Weimar und war dort mitverantwortlich für die Planungen in Weimar-West.
Für die Zukunft wünscht sich Stefan Andres, das es mindestens so aktiv im Stadtteil weitergeht, wie vor seinem Beginn und bittet alle Bewohner aus Weimar-West sich aktiv zu beteiligen.
Andres ist von Montag bis Donnerstag von 10.00 bis 16.30 Uhr sowie nach Vereinbarung in seinem Büro zu erreichen.
Analyse des Wirkungsgrades bereits bestehender Angebote sowie des noch nicht gedeckten Bedarfs im sozialen und kulturellen Bereich.
Die vorliegenden Befragungsergebnisse bilden den ersten Teil einer Analyse, die durch die Arbeitsgruppe Bedarfsanalyse im Ortsteil Weimar-West seit Juni 2007 durchgeführt wird.
Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick
- Wohnen und Leben: Zwei Drittel der Befragten wohnen in Weimar-West; als Hauptaufenthaltsort gaben Weimar-West am häufigsten die älter als 66jährigen an, die wenigste Zeit verbringen hier die 16-18Jährigen; gut ein Drittel der Auskunft Gebenden verbringt die meiste Zeit zu Hause.
- Angebote und Nutzung: Neben einem hohen Nutzungsgrad von Einrichtungen in den Bereichen Handel/Gastronomie/Dienstleistungen und medizinische Versorgung, fällt der hohe Prozentsatz der Befragten auf, die das Bürgerzentrum nutzen (41,9 % der Befragten). Auffällig ist die Differenz zwischen Bekanntheit und Nutzung der Angebote.
- Zufriedenheit mit den vorhandenen Angeboten: Insgesamt waren die Befragten mit der Anzahl und Qualität der vorhanden Angebote durchaus zufrieden. 35,2% beurteilten die Anzahl als nicht zufrieden stellend, 16,4% die Qualität.
- Angebotsnutzung außerhalb des Ortsteils und Nutzungswünsche für Weimar-West: Die überwiegende Zahl der Wünsche lag im Freizeitbereich. Hauptgrund für Angebotswünsche im Ortsteil ist die Entfernung zur Stadt und damit einhergehend die Verkürzung der Wege zu den Angeboten. Dies bezog sich im Wesentlichen auf die Geschäfte des täglichen Bedarfs und Dienstleistungsangebote.
- Sinnvolles Beratungsangebot: Am wichtigsten finden die Befragten die fachliche Kompetenz der Beratenden sowie eine individuelle Beratung; die Hälfte der Interviewten würde den Kontakt zu einer Beratungsstelle auf direktem Wege aufnehmen; für ein Drittel der Befragten wären Beratungsangebote im Bürgerzentrum gut angesiedelt.
- Freiwilliges Engagement: Engagementquote (57,7%) und Engagementpotenzial (50,8%) sind hoch. Potenzial besteht vor allem noch bei der weiblichen Wohnbevölkerung des Ortsteils.
- Angebote im Bürgerzentrum: Der Bedarf an generationsübergreifenden Dienstleistungen liegt vorwiegend im Bereich der nachbarschaftlichen Hilfe (handwerkliche Unterstützung 24,3%, Hol- und Bringdienste 14,9%, 8,1% Alten- und Krankenpflege, 5,4% Kinderbetreuung. Nutzungswünsche von Räumlichkeiten im Bürgerzentrum lagen vor allem im privaten Bereich.
- Informationen: Die bisher bestehenden Informationsmedien werden genutzt und für ausreichend befunden; zusätzliche Information wird über das Internet sowie zentrale Aushänge gewünscht.
Die gesamte Analyse kann unter dem Menüpunkt Downloads heruntergeladen werden.